Der Wein

„Man schmeckt den Schiefer im Wein, man atmet ihn in der Luft, man riecht ihn nach flüchtigem Regen, wenn die Sonne die porösen Schichten eilig trocknet und das samtene metallene Grau wieder aufblitzt unter den Rebstöcken, als ob die Trauben auch vom Boden noch die zurückgeworfenen Sonnenpfeile aufzusammeln hätten….“ (Rudolf Bindig).

Kein Weinbaugebiet der Welt kann so elegante, saftige und verspielte Weine erzeugen als die Mosel. Weine, die nicht nur wunderbar zu Trinken und Genießen sind, sondern auch exzellente Essensbegleiter darstellen. International gehören „wir“ zu den Größten. Ein Mosel gehört genauso in die Schatzkammer, wie ein Bordeaux oder Sautern.

Weinlagen

Seit über 2000 Jahren finden wir den Weinanbau im Moseltal. Die Lösnicher Försterlay ist das Herzstück des Winzerdörfchens und „blickt“ aufrichtig auf die Einwohner und Winzer herab. Die kleine, aber sehr feine Steillage, weißt eine Größe von knapp 10ha auf. Die Rebstöcke auf dem Prallhang befinden sich auf mittel- bis tiefgründigem Tonschieferverwitterungsboden. Dicht an dicht stehen hier die Reben, bis zu einer Steigung von 70% und sind geteilt durch die Bewirtschaftungswege. Diese sind erst Mitte der 90er Jahre im Zuge der Flurbereinigung angelegt worden und bewirken eine enorme Arbeitserleichterung für die Winzer. Die Lage hat eine SW-Exposition und prangt stolz, wie in einem Amphitheater, zur Mosel. Überwiegend Riesling wird hier nach alter Tradition an- und ausgebaut.

Eine weitere Weinbergslage von Lösnich, ist der „Lösnicher Burgberg“, der sich auf dem Gleithang hinter dem Dorf befindet. Dort werden auf dem tiefgründigen Schwemmboden überwiegend Zechweine angebaut, die wirtschaftlich einfacher zu bearbeiten sind.